Leistungen der ZAS

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Die Dienstleistungen für Versicherte, Partner und angeschlossene Arbeitgeber waren auch 2020 das ganze Jahr gewährleistet. Einzig der Besucherdienst musste vom 17. März bis zum 28. Juni und erneut ab dem 12. November schliessen.

Trotz der Einstellung des Postversandes in den meisten Nicht-EU-Staaten und in den USA konnte mit der Deutschen Post eine Lösung gefunden werden. Die Korrespondenz auf elektroni-schem Weg kam vermehrt zum Zuge und manche Verwaltungsprozesse wurden vereinfacht, um den Bedürfnissen der Versicherten entge-genzukommen.

Im IV-Bereich verzeichneten wir eine Abnahme der Leistungsgesuche (-15 % gegenüber 2019), namentlich in den romanischen Staaten.

Zudem führten die Reisebeschränkungen, die Schwierigkeit bei der Beschaffung gewisser ärztlicher Unterlagen und der Stopp bei den ärztlichen Gutachten zu einer längeren Bear-beitungsdauer der Dossiers.

Die Sektion Finanzen erste Säule (FES) schuf für die Bereitstellung der Mittel, die für die Auszahlung der Corona-Erwerbsersatzentschädigungen durch die Ausgleichskassen erforderlich war, einen neuen Buchführungsbereich sowie einen spezifischen Geldfluss.


Verwaltung der AHV/IV-Renten

Die Anzahl der im In- und Ausland ausbezahlten AHV/IV-Leistungen ist um 0,9 Prozent oder 9900 zusätzliche Renten gestiegen und liegt nun bei 1 077 350. Dafür waren über 640 000 Massnahmen (z. B. Lebensbescheinigungen, Aktualisierung von Wohnsitz- oder Zahlungsadressen) erforderlich.


Betrugsbekämpfung

Die Politik der Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs (BVM) wird im Rahmen der Bearbeitung der Leistungsgesuche sowohl präventiv als auch für laufende Leistungen angewandt.

Wird ein Betrugsfall aufgedeckt, werden die Leistungen eingestellt und die zu Unrecht ausbezahlten Leistungen sind Gegenstand von Inkassoverfahren.

Im AHV-Bereich wurden in 97 Fällen ein neues BVM-Verfahren eröffnet und in 72 Fällen ein solches Verfahren abgeschlossen. In 44 Fällen konnte Betrug nachgewiesen werden, meistens aufgrund der Verletzung der Meldepflicht, insbesondere bei Todesfällen.

Bei den laufenden IV-Renten waren 15 Fälle Gegenstand einer Kürzung oder Aberkennung einer laufenden Rente, meistens aufgrund einer nicht gemeldeten Verbesserung des Gesundheitszustandes.


Digitaler Wandel

Die ZAS hat signifikant dazu beigetragen, dass die Digitalisierung des schweizerischen Gesundheitssystems grosse Fortschritte verzeichnen konnte. Die ZAS erstellt und verwaltet die Nummer, die dem neuen elektronischen Patientendossier (EPD) zugeteilt wird. Diese Nummer lehnt sich an die AHV-Nummer an, welche ebenfalls von der ZAS verwaltet wird.      

Online können im Bereich der individuellen AHV/IV-Leistungen nun auch kleine Lieferanten ihre Rechnungen erfassen bzw. Versicherte die Rückerstattung bestimmter Kosten beantragen. Der Anteil der online eingehenden Rechnungen beträgt 50 % (2019: 46 %).

Seit Juli 2020 können die Ausgleichskassen via den Webdienst SEODOR vor der Auszahlung der Erwerbsersatzentschädigungen (EO) die Daten des Personalinformationssystems der Armee und des Zivilschutzes (PISA) einsehen


Letzte Änderung 24.06.2021

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